Smogwolke über Asien gefährdet Klima und die Gesundheit von Millionen Menschen

Eine mehrere Kilometer dicke Dunstwolke breitet sich über Südostasien aus, stört das Klima und bedroht die Pflanzenwelt und die Gesundheit von Millionen Menschen. Betroffen sind davon große Teile des Kontinents, geht aus einer am Montag in London vorgestellten Studie der Vereinten Nationen (UN) hervor.

Die Wolke aus Asche, Staub, und giftigen Rückständen dämpft die Sonneneinstrahlung um bis zu 15 Prozent und führt so im Westen Asiens zu Trockenheit und an der Ostküste zu einem starken Anstieg der Regenfälle. Neben der Veränderung des Klimas sei die Pflanzenwelt von saurem Regen und vom Niederschlag giftiger Stoffe bedroht, heißt es in dem von mehr als zweihundert Wissenschaftlern zusammengestellten Bericht.

Auch die Gesundheit von Millionen von Menschen ist bedroht: Die Experten warnen vor einem drastischen Anstieg von Atemwegserkrankungen in den betroffenen Ländern. Laut Klaus Töpfer, dem ehemaligen Bundesumweltminister und heutigen Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), geht die Wolke auf den vermehrten Einsatz fossiler Brennstoffe, Buschbrände und die Verbrennung von Agrarabfällen zurück.

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