Ab Oktober bessere Darmkrebs-Vorsorge
Erfurt (dpa) - Die gesetzlichen Krankenkassen wollen die vorbeugende Bekämpfung von Darmkrebs verbessern. Von Oktober an hätten Versicherte ab 50 Jahren einmal jährlich Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung, teilte der BKK-Landesverband Ost am in Erfurt mit. Dickdarmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung.
Bundesweit erkranken jährlich 55 000 Menschen, 30 000 sterben. Bei der Früherkennungsuntersuchung tastet der Arzt den Darm ab und lässt den Stuhlgang auf verborgenes Blut untersuchen. Ab dem 56. Lebensjahr haben gesetzlich Krankenversicherte zudem die Möglichkeit, durch eine Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) noch mehr Sicherheit zu erlangen. Diese kann nach zehn Jahren wiederholt werden.
Für das Präventionsprogramm gelten nach Angaben der BKK strenge Qualitätskriterien. Die behandelnden Ärzte müssten eine Mindestzahl an Darmspiegelungen und Polypentfernungen vorweisen, um die Vorsorgeleistungen mit der Kasse abrechnen zu können.
