Darmkrebs bei Früherkennung fast immer heilbar

München (dpa) - Bei Früherkennung ist Darmkrebs in rund 90 Prozent der Fälle heilbar. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Eberhard Sinner (CSU) in München hingewiesen. In Bayern sterben jährlich rund 3000 Menschen an Darmkrebs, bundesweit rund 30 000, berichtete Sinner zum Auftakt einer breiten Aktion zur Früherkennung.

«Darmkrebs ist kein unausweichliches Schicksal», sagte der Minister. «Das wollen wir den Menschen nahe bringen, damit sie tun, was sie tun können: sich gesund ernähren und Früherkennungs- Untersuchungen nutzen.» In Deutschland erkranken den Angaben zufolge jährlich rund 57 000 Menschen neu an Darmkrebs.

Kernstück der neuen Initiative sind Aktionstage vom 13. bis 15. März in München, Landshut, Regensburg, Ansbach, Bayreuth, Würzburg und Augsburg. Dabei wird unter anderem an großen Ständen an einer liegenden Puppe eine Darmspiegelung, eine so genannte Koloskopie, simuliert, die Untersuchung kann an einem Bildschirm verfolgt werden. Die Aufklärungsaktion wird unter anderem unterstützt von der Bayerischen Landesärztekammer, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, der Bayerischen Landesapothekerkammer, der Bayerischen Krebsgesellschaft sowie der Landeszentrale für Gesundheit.

An Darmkrebs würden unnötig viele Menschen sterben, erläuterte Sinner. Einer der Gründe dafür sei, dass die Untersuchungen zur Früherkennung nur von einem Siebentel der Männer und nur von 50 Prozent der Frauen wahrgenommen würden. Ab dem 50. Lebensjahr sollte der Stuhl regelmäßig auf verstecktes Blut untersucht werden, ab dem 56. Lebensjahr bestehe Anspruch auf eine Dickdarmspiegelung, hieß es. Falsche Ernährung mit zu viel tierischen Fetten, aber zu wenig Obst, Gemüse und Ballaststoffen begünstige die Entstehung von Darmkrebs ebenso wie eine ungesunde Lebensweise mit Übergewicht und Bewegungsmangel.

© dpa - Meldung vom 10.03.2003

 

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