Tipps für die Mückenabwehr

Berlin (dpa/gms) - Einmal in die Wohnung eingedrungen, sind die blutsaugenden Plagegeister nur noch schwer zu bekämpfen. «Das beste ist deshalb, die Mücken gar nicht erst ins Haus zu lassen», sagte Britta Barlage von der Stiftung Warentest in Berlin. Feinmaschige Fenstergaze sei nach wie vor der beste Mückenschutz.

Wer keine Fliegengitter vor dem Fenster hat, müsse diese abends geschlossen halten, wenn im Zimmer Licht brenne. Ein weiteres mechanisches Mückenbollwerk sind nach Angaben der Expertin Moskitonetze, die über das Bett gehängt werden können. Besonders zum Schutz für Kleinkinder seien Netze zu empfehlen. Gegen die heimischen Mücken reichten - anders als bei kleineren tropischen Arten - Gitter und Netze mit einer Maschenweite von zwei Millimetern.

Chemische Abwehrmittel wie Elektroverdampfer, die Wirkstoffe langsam in die Raumluft abgeben, oder Räucherspiralen sind dagegen nur eingeschränkt zu empfehlen: Elektroverdampfer sollten nur im Notfall eingesetzt werden, warnt Barlage - etwa dann, wenn ein ganzer Mückenschwarm um die Deckenlampe tanzt. Die Verdampfer seien auch nichts für den Dauergebrauch, da sie die Atemluft belasteten. Die Chemikalien, die Insekten töten - etwa Pyrethroide - könnten auch beim Menschen unerwünschte Nebenwirkungen zeigen. Den Einsatz eines Giftsprays gegen Mücken hält Barlage für übertrieben: «Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.»

Zum Schutz im Freien bieten sich der Expertin zufolge Einreibemittel an. Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest (Zeitschrift «test», Ausgabe 07/2000) habe einzig das Mittel «Autan Family Milch» von Bayer mit dem Urteil «gut» abgeschnitten, sieben weitere mit einem «befriedigend». Wegen ihrer natürlichen Wirkstoffe - Zitronen- und Lavendelöl - empfahlen die Tester zudem «Aeroxon Hautschutz» und «Neudorff Permanent Mücktan».

Die Einreibemittel taugen nach Ansicht von Barlage jedoch nicht als Schutz für die Nacht: «Die Wirkung hält nicht acht Stunden lang an», sagt sie. Für Kinder unter zwei Jahren seien diese Mittel generell nicht zu empfehlen. Aber auch Erwachsene sollten sich nicht zu häufig oder über einen längeren Zeitraum großflächig damit einreiben. Für den Kampf gegen surrende Plagegeister empfiehlt Britta Barlage schließlich noch ein bewährtes und billiges Hausmittel: die Fliegenklatsche.

 

 

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