Pflanzliche Arzneimittel nicht zu lange einnehmen
Hamburg (dpa/gms) - Auch pflanzliche Arzneimittel sollten nicht über den Bestimmungszeitraum hinaus eingenommen werden. Wie bei anderen Medikamenten bestünden bei Überdosierungen und zu langer Anwendung Gesundheitsgefahren, warnt die Zeitschrift «Vital».
Zu einem generellen Misstrauen gegenüber Pflanzenarzneien bestehe jedoch kein Grund. Salbeipräparate, die gegen Viren und Bakterien wirken, enthielten geringe Mengen des Wirkstoffs Thujon, der Krämpfe auslösen könne, so die Zeitschrift. Sie sollten nicht länger als eine Woche und öfter als zwei Mal täglich eingenommen werden. Bei Fenchelpräparaten sei es ratsam, sie maximal fünf Tage pro Monat bei einmaliger Tagesdosis einzusetzen. Auch Melissentee und Holunderbeersaft sollten wegen des Allergierisikos nicht länger als drei Tage aufeinander getrunken werden.
Babys und Kleinkinder dürfen laut «Vital» keinesfalls mit ätherischen Ölen wie Minze, Eukalyptus oder Kampfer eingerieben werden. Die Öle könnten zu Hautreizungen, Blutdruckabfall und Verkrampfung der Atemwege führen. Auch Erwachsenen könnten Probleme bekommen. Allergiker sollten zudem Präparate mit Kamille, Ringelblume, Arnika, Löwenzahn sowie Huflattich, Artischocke und Echinacea meiden.
© dpa - Meldung vom 20.02.2003 12:13 Uhr
