Wegen Acrylamid weniger Chips und Pommes essen

Berlin (dpa) - Wegen des Krebs erregenden Stoffes Acrylamid rät Verbraucherministerin Renate Künast, weniger Chips und Bratkartoffeln zu essen. Die Grünen-Politikerin sagte am 13. November im ZDF, ein «Bratkartoffel-Verbotsgesetz» werde es allerdings ganz sicher nicht geben. Hintergrund ist der Nachweis von vergleichsweise hohen Konzentrationen von Acrylamid unter anderem in Kartoffelprodukten.

Künast erläuterte, die Wirtschaft sei dabei, die Acrylamid- Konzentration bei den am stärksten belasteten Produktgruppen rasch zu senken. «Die Werte gehen runter», sagte die Ministerin. Mit einem Minimierungskonzept von Bund und Ländern sollen die Werte immer weiter auf das technisch mögliche Niveau reduziert werden.

In Kartoffelerzeugnissen wie Bratkartoffeln und Chips wurden im September nach Angaben des Verbraucherministeriums die höchsten Acrylamid-Werte nachgewiesen. Höhere Konzentrationen wurden außerdem in Keksen, verzehrfertigen Pommes frites, Knäckebrot, Kaffee und Frühstücks-Getreideflocken gefunden. Acrylamid ist ein natürlicher Stoff, der als Nebenprodukt beim Backen, Rösten und Braten gebildet wird.

 

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