Rekord bei Verwaltungskosten von Krankenkassen

Berlin (dpa) - Die Verwaltungskosten der Krankenkassen sind 2001 auf einen Rekordwert geklettert und werden auch 2002 voraussichtlich wieder einen neuen Höchststand erreichen. Das Gesundheitsministerium bestätigte einen Bericht der Zeitung «Die Welt», wonach diese Ausgaben schneller gestiegen sind als die Beitragseinnahmen.

Das Ministerium hatte schon im März die Bilanz für 2001 vorgelegt. Danach sind die Verwaltungsausgaben der Kassen 2001 um 4,6 Prozent auf 7,47 Milliarden Euro gestiegen. Im ersten Halbjahr 2002 legten die Verwaltungskosten um weitere vier Prozent zu. SPD und Grüne erwägen, den Anstieg der Verwaltungsausgaben gesetzlich zu begrenzen.

Nach dem Statistischen Jahrbuch «Gesundheit 2002» des Ministeriums machen die Verwaltungskosten inzwischen 5,9 Prozent der gesamten Krankenkassenausgaben aus. Nach der Statistik stiegen die Verwaltungskosten seit 1991 von umgerechnet 4,7 Milliarden Euro um 2,9 Milliarden oder 62 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro. Die Zahlen im Jahrbuch weichen etwas von den Bilanzzahlen des Ministeriums ab.

Der Ärzteverband Marburger Bund warf den Krankenkassen vor, zu den «schlimmsten Preistreibern im Gesundheitssystem» zu gehören. Die Kassen seien offenbar nicht in der Lage, verantwortungsbewusst mit den Geldern der Versicherten umzugehen, diese sind durch steigende Beitragssätze betroffen.

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