Erneut verbotenes Antibiotikum in Shrimps

Frankfurt/Main (dpa) - In drei von zehn untersuchten Shrimps-Produkten hat das «Öko-Test»-Magazin Rückstände des verbotenen Antibiotikums Nitrofuran gefunden. Das beauftragte Labor habe die Behörden informiert, heißt es in dem Magazin. In keiner der untersuchten Shrimps-Proben sei dagegen das Antibiotikum Chloramphenicol entdeckt worden.

Nach Mitteilung des hessischen Sozialministeriums stammen die belasteten Shrimps möglicherweise aus früheren Lieferungen. In Hessen würden sämtliche Shrimps-Importe seit dem Frühjahr lückenlos auf Rückstände verbotener Antibiotika untersucht, sagte Ministeriumsexperte Stefan Hönig. «Das Problem ist bekannt.»

Nitrofuran ist seit 1993 in der europäischen Union verboten, weil es im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Wie das ebenfalls verbotene Chloramphenicol wurde das Mittel vielfach in Asien vorbeugend in der so genannten Aquakultur eingesetzt. In Europa verbotene Antibiotika waren seit dem vergangenen Jahr mehrfach in importierten Lebensmitteln gefunden worden. Seit Ende März werden nach einem Beschluss der EU-Kommission Garnelen und Geflügelfleisch aus Thailand auf Nitrofurane untersucht.

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